Volkswagen: Keine Einigung im Sparstreit vor Aufsichtsratssitzung

Volkswagen: Keine Einigung im Sparstreit vor Aufsichtsratssitzung

Bei Volkswagen gibt es bisher offenbar keine Einigung über das Sparpaket. Auch der letzte Versuch von Chefkontrolleur Hans Dieter Pötsch, vor der Aufsichtsratssitzung am Freitag einen Kompromiss zu finden, hat wohl keinen echten Fortschritt gebracht, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf mehrere Insider.

Am Mittwochabend hatte Pötsch mit den zerstrittenen Parteien gesprochen. Dennoch bleiben die Fronten weiterhin verhärtet. Pötsch traf sich am Mittwoch zunächst mit den Vorständen des VW-Konzerns. Dort soll der Chefkontrolleur die Führungsriege nochmals auf eine gemeinsame Linie eingeschworen haben. Anschließend suchte er das Gespräch mit Vertretern des Landes Niedersachsen, das 20 Prozent der Anteile von Volkswagen hält, und den Arbeitnehmern. Volkswagen wollte das auf Anfrage der Zeitung nicht kommentieren.

Auf der Aufsichtsratssitzung könnte es zu einer weiteren Eskalation kommen: Gewerkschaft und Land könnten ihre bislang getrennten Vorschläge zusammenführen und gemeinsam im Aufsichtsrat zur Abstimmung stellen. Das sagten mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen, wie das „Handelsblatt“ schreibt. Ziehen beide Lager geschlossen an einem Strang, kämen sie in der Aufsichtsratssitzung auf eine Mehrheit. Ein Insider sagt, zwischen den Vorschlägen von Gewerkschaft und Land gebe es eine große Deckungsgleichheit. Dass sich beide Parteien zusammentun, sei durchaus eine Option. Auf Anfrage wollten sich Arbeitnehmer und Land mit Verweis auf die Vertraulichkeit der Sitzung nicht zu den Plänen äußern.