Parteienforscher warnt BSW vor Zusammenarbeit mit AfD

Parteienforscher warnt BSW vor Zusammenarbeit mit AfD

Der Parteienforscher Constantin Wurthmann hat das BSW vor einer Zusammenarbeit mit der AfD gewarnt. Das BSW müsse sich jetzt final entscheiden, sagte Wurthmann der „Rheinischen Post“. Gegründet worden sei es auch, um eine Alternative zur AfD anzubieten. Zuletzt habe es jedoch den Eindruck erweckt, man wolle sich der AfD anbiedern.

Der Politikwissenschaftler von der Universität Mainz sagte, sein Eindruck sei, dass im BSW nicht angekommen sei, wie sehr ein solches Vorgehen Wähler verprelle, die sich eine kritische, aber konstruktive Kraft wünschten, die dem Gründungskonsens anhänge.

Hintergrund der Warnung ist der Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt. Das BSW in Sachsen-Anhalt hat am Montag seine Bereitschaft bekräftigt, einem AfD-Ministerpräsidenten im Landtag ins Amt zu verhelfen. Sollte sich der erfolgreiche AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zur Wahl stellen, werde das BSW dabei bleiben, sich in einem dritten Wahlgang im Landtag zu enthalten, sagte BSW-Spitzenkandidat Thomas Schulze im Deutschlandfunk.