Linke fordert Verbot von Zwangsräumungen in Obdachlosigkeit

Linke fordert Verbot von Zwangsräumungen in Obdachlosigkeit

Die Linke fordert ein Verbot von Zwangsräumungen, wenn diese in die Obdachlosigkeit führen. „Zwangsräumungen in die Obdachlosigkeit müssen verboten werden. Niemand darf auf die Straße gesetzt werden, ohne dass eine bezahlbare Ersatzwohnung bereitsteht“, fordert Parteichef Luigi Pantisano in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Wohnen sei ein Menschenrecht, und das müsse als solches auch anerkannt werden. Wohnungen seien zum Wohnen da und nicht dazu, Menschen mit immer höheren Mieten auszupressen, sagt der Linken-Politiker.

Hintergrund der Forderung ist der Tod einer Seniorin in Spanien nach einer Zwangsräumung. Die 87-jährige Maricarmen Abascal starb zwei Wochen, nachdem sie aus ihrer langjährigen Wohnung entfernt wurde. Die Seniorin hatte angegeben, sich nach einer Mieterhöhung die Miete nicht mehr leisten zu können. Der Fall löste in Spanien Massenproteste gegen die Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt aus.

Maricarmen sei zum Symbol für einen Mietenwahnsinn geworden, den man auch aus Deutschland kenne, sagt Pantisano und verwies auf einen Fall aus Berlin im Jahr 2013. Ständig steigende Mieten hätten vor allem eines zur Folge, kritisiert der Linken-Chef: Wer nicht mithalten könne, fliege raus.