Weltmädchenindex: Gesundheit von Mädchen weltweit verbessert sich

Weltmädchenindex: Gesundheit von Mädchen weltweit verbessert sich

Die Gesundheitslage von Mädchen hat sich seit Beginn des Jahrtausends weltweit verbessert. So hat sich etwa die Sterblichkeit von Mädchen seit dem Jahr 2000 mehr als halbiert. Das geht aus dem erstmalig veröffentlichten Weltmädchenindex der Hilfsorganisation Plan International Deutschland und der Ruhr-Universität Bochum hervor, über den die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) berichten. Demnach starb im Jahr 2000 im Durchschnitt fast jedes 800. Mädchen, im Jahr 2023 war es durchschnittlich noch jedes 1.700. Mädchen.

Für den Weltmädchenindex haben Plan International und das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität die Entwicklung der Gesundheitslage von 971 Millionen Mädchen im Alter zwischen fünf und 19 Jahren in den Jahren 2000 bis 2023 in 192 Ländern untersucht. Demnach leben Mädchen in 178 der 192 Länder inzwischen gesünder als zu Beginn des Jahrtausends.

Weltweit ist etwa die Wahrscheinlichkeit für Mädchen, ein Kind zu bekommen, in den vergangenen gut 20 Jahren um ein Drittel gesunken: Während im Jahr 2000 noch durchschnittlich jedes 31. Mädchen weltweit ein Kind bekam, war es im Jahr 2023 durchschnittlich noch jedes 48. Mädchen, heißt es in der Erhebung.

Schwangerschaften und Geburten seien gerade für sehr junge Mädchen mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden, sagte Petra Berner, die Vorstandsvorsitzende von Plan International Deutschland, den Zeitungen. Frühverheiratung und frühe Schwangerschaft führten zudem häufig dazu, dass Mädchen ihre Bildung abbrechen.

Der Weltmädchenindex sei notwendig, weil die bisher vorhandenen Daten die Lebenswirklichkeit von Mädchen bislang nur unzureichend abbildeten, sagte Berner. Es gebe Daten zu Kindern und zu Frauen, aber eben nicht zu Mädchen. Angesichts der geschlechtsspezifischen Benachteiligungen und Risiken brauche man diese Daten dringend, um gezielt handeln und Fortschritte erreichen zu können, von denen Mädchen, aber eben auch Jungen, gleichermaßen profitieren könnten.

Die Daten der Untersuchung stammen aus den Weltbevölkerungsprognosen der Vereinten Nationen und der Studie Global Burden of Disease (GBD) des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) der University of Washington.