Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat vor seiner Abreise nach Tunesien und Algerien die Bedeutung engerer Zusammenarbeit mit den nordafrikanischen Ländern hervorgehoben.
„Angesichts globaler Umbrüche und Instabilität ist es für Deutschland und Europa entscheidend, gerade mit unseren geografischen Nachbarn in Nordafrika noch enger zusammenarbeiten“, sagte er am Montag. „Mit Algerien und Tunesien teilen wir das Ziel, die Sahel-Region nachhaltig zu stabilisieren. Auch eine Beruhigung der Lage im Nahen Osten, insbesondere rund um die Seewege der arabischen Halbinsel, ist für unsere Versorgung und Sicherheit von größter Bedeutung.“
„Deutschland ist für Tunesien der drittwichtigste Exportmarkt, für unsere Industrie – vor allem die Autoindustrie – sind widerstandsfähige Lieferbeziehungen zu Tunesien heute zentral.“ Algerien sei unterdessen ein strategischer Partner in der Energie- und Sicherheitspolitik, so Wadephul. Algerien sei einer der wichtigsten Gaslieferanten für die Europäische Union und habe großes Potenzial für die Produktion von grünem Wasserstoff. Im Juli sei vereinbart worden, die Partnerschaft für die Energieversorgung zu vertiefen.



