Studie: Deutsche glauben nur eingeschränkt an WM-Titel

Studie: Deutsche glauben nur eingeschränkt an WM-Titel

Viele Deutsche sehen das DFB-Team zwar als Favoriten für den WM-Titel 2026, doch die Erwartungen bleiben verhalten. Das ergab eine aktuelle Studie der Universität Hohenheim, die auf einer Umfrage unter 1.000 Personen in Deutschland basiert. Nur etwa jeder Fünfte rechnet demnach mit einem Titelgewinn, während mehr als die Hälfte der Befragten ein Ausscheiden spätestens im Viertelfinale erwartete.

Die Studie zeigt, dass Deutschland zwar am häufigsten als Weltmeister genannt wurde, jedoch keine breite Titel-Euphorie herrschte. Im Langzeitvergleich verlor die deutsche Nationalmannschaft ihre Sonderstellung als WM-Favorit. „Spanien und Frankreich rücken mit 19 bzw. 18 Prozent als Titelanwärter enger heran“, sagte Studienleiter Markus Voeth. Titelverteidiger Argentinien gehört nach Auffassung der Deutschen mit 4,7 Prozent lediglich zum erweiterten Favoritenkreis.

Das Interesse an der WM hat sich unterdessen im Vergleich zu 2022 erholt, jedoch bleibt die frühere Euphorie aus. „Dabei ist das allgemeine Interesse an Fußball und Sport über die Jahre hinweg bemerkenswert stabil“, so Voeth.

Florian Wirtz, Joshua Kimmich und Deniz Undav werden von den Deutschen als besonders sympathisch und leistungsstark wahrgenommen. Als besonders sympathisch und zugleich leistungsstark gelten aus Sicht der Befragten außerdem Kai Havertz, Leon Goretzka und Jonathan Tah. Manuel Neuer war zum Zeitpunkt der Befragung noch nicht für den Kader nominiert und wurde deshalb nicht erfasst.