Steuerzahlerbund fürchtet „faulen Kompromiss“ bei Spitzensteuersatz

Steuerzahlerbund fürchtet "faulen Kompromiss" bei Spitzensteuersatz

In der Debatte um einen Vorschlag des Instituts der Deutschen Wirtschaft (DIW) für eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes von 42 auf 49 Prozent hat sich der Präsident des Bundes der Steuerzahler Deutschland, Reiner Holznagel, kritisch geäußert.

„Eine Reform des Einkommensteuertarifs ist überfällig“, sagte Holznagel den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). „Den Spitzensteuersatz erst später greifen zu lassen, also ab 80.000 Euro, wie es die Union will, oder ab 90.000 Euro, wie es das DIW vorschlägt, geht in die richtige Richtung. Aber dann gleichzeitig den Spitzensteuersatz von 42 auf 49 Prozent zu erhöhen, wäre natürlich die Rolle rückwärts.“

Das gehe gar nicht und „würde die deutsche Wirtschaft endgültig abwürgen“, so Holznagel. Hier solle sich insbesondere die Union „nicht auf faule Kompromisse“ einlassen. Die Idee des DIW hatte auch in der Unionsfraktion zum Teil Zuspruch gefunden.