Der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic sieht in dem Treffen des deutschen Außenministers Johann Wadephul (CDU) mit seinem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow einen Schritt hin zur Beendigung des Krieges gegen die Ukraine.
Ahmetovic sagte der „Rheinischen Post“: „Seit Monaten dringen wir darauf, dass neben der humanitären, finanziellen und militärischen Unterstützung für die Ukraine auch verstärkt diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges unternommen werden müssen.“
Umso wichtiger sei das Treffen von Außenminister Wadephul mit dem russischen Außenminister Lawrow am Rande der UN-Generalversammlung in New York gewesen. „Das ist ein wichtiger erster Schritt, den wir als Koalitionspartner konstruktiv begleiten. Weitere Vorstöße in diese Richtung müssen folgen, auch in Absprache mit unseren engen Partnern Frankreich und Großbritannien im E3-Format“, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.
Auch Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) nahm Wadephul nach seinem Treffen mit Lawrow in Schutz. „Verhandlungen mit diesem Kreml sind nur dann erfolgreich, wenn Putin den Willen zum Frieden hat. Dieser fehlt ihm derzeit gänzlich“, sagte Nouripour dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
„Trotzdem kann sich Europa nicht auf Donald Trump als Anwalt unserer Interessen verlassen. Es war richtig, dass Wadephul sich mit Lawrow getroffen hat.“ So habe auch jeder Träumer sehen können, dass Russland außer Verhöhnen, Diffamieren und Verdrehen nichts im Sinn habe.
Nouripour fügte hinzu: „Ich hoffe nur, dass Wadephul dieses Gespräch mit Polen und anderen EU-Partnern abgesprochen hatte. Sonst schwächt er die europäische Einigkeit.“



