Der Schauspieler Michael Mendl ist tot. Seine Agentin teilte der „Süddeutschen Zeitung“ am Samstag mit, dass er „friedlich eingeschlafen“ sei. Er wurde 82 Jahre alt. Mendl war seit 2007 mehrfach an Krebs erkrankt und sprach auch öffentlich über seine Krankheit.
Michael Mendl wurde 1944 in Lünen, Nordrhein-Westfalen, geboren und galt als angesehener Charakterdarsteller. Seine Schauspielkarriere begann er bereits als Jugendlicher. In den Achtzigerjahren stand er auf Theaterbühnen in ganz Deutschland und war in den Neunzigern mehrfach bei den Salzburger Festspielen zu Gast. Erste Auftritte in Fernsehserien und -reihen hatte er bereits in den Siebzigerjahren, doch seine Karriere vor der Kamera nahm dann in den Neunzigern richtig Fahrt auf.
Besonders bekannt wurde Mendl durch seine Rolle in dem Oscar-nominierten Kinofilm „Der Untergang“, in dem er 2004 den General der Artillerie Helmuth Weidling spielte. 2003 verkörperte er im Fernsehfilm „Im Schatten der Macht“ den früheren Bundeskanzler Willy Brandt. Mendl übernahm häufig die Rollen einflussreicher Personen und spielte oft Kriminelle oder Psychopathen. Zuletzt war er in einer in diesem Jahr ausgestrahlten Folge der ZDF-Serie „Ein starkes Team“ zu sehen.



