Der Linken-Abgeordnete Ates Gürpinar fordert Bund und Länder auf, besser über die Organspende zu informieren.
„Bund und Länder müssen konsequent daran arbeiten, die enorme Spendebereitschaft endlich in zahlreiche gut informierte Entscheidungen zu überführen“, sagte Gürpinar der „Rheinischen Post“. Leider seien verabschiedete Maßnahmen hierzu nicht nur ungenügend umgesetzt worden, sie sollten nun sogar zurückgedreht werden.
Er forderte, Hürden bei der Dokumentation abzubauen, etwa durch niedrigschwellige Zugänge zum Organspenderegister und die Dokumentationsmöglichkeit in kommunalen Ämtern. Gürpinar kritisierte, nun solle sogar die Vergütung für die ärztliche Beratung zur Organspende abgeschafft werden. Hinzu kämen sowieso schon mangelhafte Strukturen in den Kliniken und das Fehlen einer breit angelegten Aufklärungs- und Informationskampagne.
Ates Gürpinar ist Teil einer interfraktionellen Gruppe, die sich im Bundestag gegen die Widerspruchslösung einsetzt. Der aktuelle Jahresbericht des Organspenderegisters zeigt, dass bis Februar 2026 rund 570.000 Erklärungen eingetragen wurden. Rund 90 Prozent stimmen zumindest einer teilweisen Organ- oder Gewebespende zu.



