IWH: Firmenpleiten gehen im August zurück – weiter hohes Niveau

IWH: Firmenpleiten gehen im August zurück - weiter hohes Niveau

Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland ist im August gesunken.

Laut dem am Dienstag veröffentlichten Insolvenztrend des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) lag sie im August bei 1.525. Das sind zehn Prozent weniger als im Juli, aber neun Prozent mehr als im August 2025. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen August der Jahre 2016 bis 2019 – also vor der Corona-Pandemie – liegt die aktuelle Zahl um 63 Prozent höher. Die Zahl der Insolvenzen bleibt damit trotz des Rückgangs gegenüber dem Vormonat auf einem hohen Niveau.

Im August waren in den größten zehn Prozent der insolventen Unternehmen mehr als 16.000 Arbeitsplätze betroffen. Damit liegt die Zahl der betroffenen Beschäftigten deutlich über der im Juli (+21 Prozent), 33 Prozent über dem Vorjahresmonat und mehr als doppelt so hoch (+103 Prozent) wie im August-Durchschnitt der Vor-Corona-Jahre 2016 bis 2019.

Die Frühindikatoren des Instituts deuten zudem darauf hin, dass die Insolvenzzahlen in den kommenden Monaten wieder sehr hoch ausfallen dürften. „Nach den absoluten Höchstwerten der vergangenen Monate ist der Rückgang der Insolvenzzahlen im August eher eine Verschnaufpause als eine Entwarnung“, sagte Steffen Müller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung. „Trotz erster konjunktureller Erholungssignale bewegen wir uns beim Insolvenzgeschehen weiterhin auf einem hohen Niveau.“