Angesichts anhaltender Hitzeperioden fordert der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF), Gräber von behördlichen Gießverboten auszunehmen.
„Wir fordern, dass die Grabbewässerung auf Friedhöfen von flächendeckenden Gießverboten ausgenommen wird“, sagte der Vorsitzende des Bundes deutscher Friedhofsgärtner im Zentralverband Gartenbau, Michael Ballenberger, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz). „Gräber müssen auch während Hitzeperioden gepflegt und ausreichend bewässert werden können.“
Längere Hitze- und Trockenphasen belasteten viele Grabbepflanzungen erheblich, sagte Ballenberger. Das eigentliche Problem sei dabei weniger die Hitze als die anhaltende Trockenheit. Von flächendeckenden oder dauerhaften Schäden an Gräbern könne derzeit jedoch nicht ausgegangen werden.
Angehörigen empfiehlt der Verbandschef, möglichst in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend zu gießen. „Außerdem ist es sinnvoll, eher seltener, dafür aber durchdringend zu gießen, damit das Wasser die Wurzeln erreicht“, sagte er. Für ein Einzelgrab empfiehlt er rund 40 Liter Wasser.
Mehrere Kommunen und Landkreise haben wegen der anhaltenden Trockenheit die Bewässerung von Gärten und Grünflächen zeitweise eingeschränkt oder verboten. Einheitliche bundesweite Regelungen gibt es nicht.



