Erste NRW-Polizeibeauftragte will Vertrauen der Beamten gewinnen

Erste NRW-Polizeibeauftragte will Vertrauen der Beamten gewinnen

Die erste unabhängige Polizeibeauftragte in Nordrhein-Westfalen, Ursula Mecklenbrauck, hat in den ersten vier Wochen Eingaben in einem niedrigen dreistelligen Bereich erhalten, allerdings vor allem von Bürgern und nicht von Polizeibeamten.

Der Schwerpunkt liege im Moment noch bei den Bürgern, sagte sie der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Sie werde sich das Vertrauen der Polizisten erarbeiten müssen. Sie betrachte das als Bringschuld. In den kommenden Monaten werde sie alle Polizeibehörden in NRW besuchen.

Die frühere Polizeipräsidentin von Krefeld sieht die Kritik an ihrem Posten gelassen. Vor der Einführung der Polizeibeauftragten im Bund und in mehreren Bundesländern sei die Kritik vergleichbar gewesen. Aber die Aufregung dort habe sich schnell gelegt. Die Polizeibeauftragten würden als Ansprechpartner wahrgenommen, sagte sie. Vor der Einführung des Wehrbeauftragten vor 70 Jahren seien die Argumente nahezu identisch gewesen mit denen heute gegen die Polizeibeauftragten. Heute stelle niemand mehr das Amt des Wehrbeauftragten infrage, so Mecklenbrauck.