Der Dax ist am Dienstag mit Gewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.475 Punkten berechnet und damit 0,7 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Rheinmetall, SAP und Scout24, am Ende Infineon, Daimler Truck und BASF.
„Es bleibt ein volatiles Hin und Her“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Die Börsen schwanken weiterhin im Takt der Nachrichten aus Washington und Teheran.“ Dass dieser Konflikt heute nicht durch einen neuen Militärschlag eskaliere, sei ganz klar positiv zu bewerten. Donald Trump betone die notwendige Zeit für Verhandlungen. „Ob es hinter den Kulissen tatsächlich Annäherungen zwischen den USA und dem Iran gibt, darüber kann nur spekuliert werden.“ Und solange hier vieles unklar bleibe, solange würden die Kursschwankungen in allen Assetklassen hoch bleiben.
„Der Dax hat den neuen Optimismus dazu genutzt, sowohl die psychologisch wichtige 24.000 als auch die 200-Tage-Linie zurückzugewinnen“, so Altmann. Allerdings sei es für den Dax aktuell schwer, ein Eigenleben zu führen. „Die Nachrichten aus Washington und Teheran dominieren alles. Und diesem Börsentakt kann sich der Dax aktuell nicht entziehen.“
„Die Zinsen bleiben auf dem Parkett ein großes Thema. Bevor gestern eine leichte Entspannung eingesetzt hat, ist die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf ein neues 15-Jahres-Hoch geklettert“, fügte der Analyst hinzu. Hier baue sich aktuell ein Risiko auf, das sowohl die Unternehmensbilanzen als auch die Staatshaushalte schwer treffen könne.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen schwächer: Ein Euro kostete 1,1630 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8598 Euro zu haben.
Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 110,40 US-Dollar; das waren 173 Cent oder 1,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.



