Bundeswehr verstärkt Schutz gegen Spionage und Sabotage

Bundeswehr verstärkt Schutz gegen Spionage und Sabotage

Die Bundeswehr verstärkt ihren Schutz gegen Spionage und Sabotage. Durch die neuen Befugnisse für den Militärischen Abschirmdienst (MAD) sei es nun auch möglich, nicht mehr nur abgeschlossene Liegenschaften der Bundeswehr zu schützen, sondern auch Soldaten und ihre Familien, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums am Freitag der dts Nachrichtenagentur.

Der aktuelle Fall eines in Brandenburg festgenommenen mutmaßlichen Spions, der im Dienste Russlands Rüstungsfirmen ausgespäht haben soll, zeige, dass die Bedrohungsszenarien durch ausländische Nachrichtendienste „sehr vielfältig“ seien. Staatlich gelenkte Nachrichtendienste nutzten „alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel, um Informationen zu erlangen, um Einfluss auszuüben, Sabotage vorzubereiten und die Interessen ihres Landes zu verfolgen“, sagte die Sprecherin.

Rüstungsunternehmen seien zwar kritische Infrastruktur, würden aber nicht direkt durch die Bundeswehr geschützt. Bei geheimdienstlichen Tätigkeiten arbeite man aber „natürlich eng zusammen mit den nationalen Partnern“.