Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hält die Preiserhöhung beim Deutschlandticket für vertretbar. „Die Preiserhöhung ist moderat – und angesichts dessen, was das Deutschlandticket bietet, vertretbar“, sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtenportal „T-Online“. Das Deutschlandticket sei immer noch ein „richtig tolles Angebot“, häufig günstiger als ein Monatsticket im öffentlichen Nahverkehr, und man könne mit Regionalzügen durch ganz Deutschland reisen, fügte er hinzu.
Dass der Preis für das Deutschlandticket jetzt über einen „objektiven Preisindex“ ermittelt werde und nicht mehr jedes Jahr politisch neu ausgehandelt werden müsse, halte er für eine sehr gute Lösung, so Bilger.
Gleichzeitig verteidigte er den neuen Tankrabatt der Bundesregierung. Wichtig sei der Bundesregierung eine schnelle Entlastung von Pendlern und Wirtschaft, sagte Bilger. „Ja, der Tankrabatt entlastet vornehmlich die Autofahrer. Aber wir investieren gleichzeitig so viel Geld in die Schiene wie noch nie.“ Das sei kein Widerspruch. Die meisten Autofahrer führen auch Bahn und umgekehrt. Es gehe nicht um ein Gegeneinander. Bilger hatte noch im Sommer einem neuen Tankrabatt eine Absage erteilt.
Das Deutschlandticket wurde im Mai 2023 für 49 Euro im Monat als Nachfolger des Neun-Euro-Tickts eingeführt. Seit Januar kostet es 63 Euro, 2027 soll der Preis auf 66,80 Euro steigen. Das entspricht einer Preissteigerung um 36 Prozent seit 2023.



