Getränkehersteller rechnen wegen Zuckersteuer mit höheren Preisen

Getränkehersteller rechnen wegen Zuckersteuer mit höheren Preisen

Die Getränkehersteller rechnen infolge der geplanten Zuckersteuer mit höheren Preisen. „Sicher werden die Verbraucherpreise steigen“, sagte Detlef Groß, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg), dem „Spiegel“.

Angesichts der Höhe der Steuer könne diese nicht von den Unternehmen dauerhaft selbst getragen werden. Es sei auch gerade das Ziel von Verbrauchssteuern, dass diese an die Verbraucher weitergegeben werden. Ob und wie das im Einzelfall umsetzbar sei, entscheide sich im Wettbewerb.

Die Getränkelobby warnt zudem vor weiteren Preisaufschlägen infolge von Verwaltungs- und Umstellungskosten. Das hänge maßgeblich von dem am Ende umzusetzenden Verfahren der Steuererhebung ab. Da die Bundesregierung in der Formulierungshilfe für die Beratung im Bundestag ein sehr komplexes und bürokratieaufwendiges Verfahren über sogenannte Steuerlager vorgeschlagen habe, sei davon auszugehen, sagte Groß.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Besteuerung gesüßter Getränke. Durch die Einführung einer solchen Steuer könnten die Risiken für Übergewicht, Adipositas und Diabetes gesenkt werden. Die Steuer müsse dafür sowohl die gesundheitlichen Belastungen durch den Konsum zuckerhaltiger Getränke als auch die kulturellen Gegebenheiten eines Landes widerspiegeln.