Grünen-Chef Felix Banaszak drängt seine Partei zu einem stärkeren Engagement in Ostdeutschland. „Wir geben als Bündnis-Grüne weder Brandenburg noch andere Teile des Ostens verloren für uns“, sagte Banaszak im ZDF-Sommerinterview. Man müsse mit den Menschen vor Ort wieder „Nähe und Verbindung zu schaffen“.
In Richtung der anderen Parteien appellierte Banaszak unterdessen mit Blick auf die Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern an die CDU, ihren Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Linken zu überdenken. „Man kann der Politik der Linken kritisch gegenüber eingestellt sein“, sagte er. Aber Heidi Reichinnek wolle nicht die Mauer wieder aufbauen und auch nicht massenhaft Menschen aus Deutschland ausweisen. „Sie will nicht am Ende die Grundfesten der Demokratie einreißen.“ Wenn es um die Frage gehe, ob „Verfassungsfeinde von Rechtsaußen oder eigentlich von außerhalb des demokratischen Spektrums“ den Zugriff auf Schulen und Kitas, auf die Polizei und auf die Justiz bekommen, müsse die Union über ihren Schatten springen.
Für die Grünen dürfte es in Sachsen-Anhalt wie auch in Mecklenburg-Vorpommern eng mit dem erneuten Einzug in die Landtage werden. In Umfragen steht sie jeweils im Bereich der Fünf-Prozent-Hürde. Einen Rücktritt für den Fall eines Scheiterns bei den Wahlen schließt Banaszak für sich aus.



