Aida erwartet 2026 stärkeres Kreuzfahrtjahr

Aida erwartet 2026 stärkeres Kreuzfahrtjahr

Der deutsche Kreuzfahrt-Marktführer Aida rechnet trotz der Nahost-Krise mit keiner Buchungszurückhaltung. „Kreuzfahrten sind der Wachstumsmotor der Touristik“, sagte Aida-Chef Felix Eichhorn der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagsausgabe). Er gehe davon aus, dass Aida 2026 ein stärkeres Jahr erlebt als 2025.

Die Entwicklung sei positiver als im landseitigen Tourismus. „Die Reiseveranstalter übertreffen die Umsätze aus der Vor-Pandemie-Zeit, ihre Kundenzahl ist in Summe niedriger. Die Kreuzfahrtbranche zählt 30 Prozent mehr Passagiere als 2019“, sagte Eichhorn. Die Herausforderung sei eher, dass kurzfristig für zahlreiche Fahrten keine freien Kabinen mehr verfügbar seien.

Die Kreuzfahrtbranche erreichte zuletzt drei Millionen Passagiere aus Deutschland, es gebe aber mehr Urlauber, die sich eine Schiffsreise vorstellen könnten. „Es steht außer Frage, dass die Branche die Schwelle von vier Millionen Gästen im Jahr überschreiten wird. Begrenzend wirkt nicht die Nachfrage, sondern die Zahl der Schiffe“, sagte Eichhorn.

Nachforderungen wegen höherer Kraftstoffpreise erteilte Eichhorn eine Absage: „Wir werden nachträglich keine Treibstoffzuschläge auf Kreuzfahrten erheben.“ Dabei habe sich Aida nicht gegen Preisschwankungen bei Kraftstoffen abgesichert. Hedging-Kontrakte machten in Krisen zwar Kosten planbarer, könnten aber ungünstig sein, wenn die Preise fallen. „Wir sind nicht gehedgt. Bei uns hat Kraftstoff einen signifikant kleineren Anteil an den Gesamtkosten als bei einer Fluggesellschaft“, sagte er.