Zoll erwischt immer öfter Benzin-Schmuggler

Zoll erwischt immer öfter Benzin-Schmuggler

Der Zoll erwischt an den deutschen Grenzen offenbar immer häufiger Benzin-Schmuggler.

„Der Tanktourismus hat angesichts der explosionsartig gestiegenen Spritpreise stark zugenommen“, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für den Bereich Bundespolizei und Zoll, Andreas Roßkopf, der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe). „Als Zoll haben wir daher die Kontrollen erhöht, sie werden intensiviert durchgeführt. Immer öfter erwischen wir dabei Autofahrer, die mehr als die erlaubte Freimenge verbrauchsteuerpflichtiger Treibstoffe im Kofferraum haben.“

Der Zoll achte derzeit verstärkt darauf, „um dem Treibstoffschmuggel wirksam zu begegnen“, so Roßkopf weiter. „Wir warnen ausdrücklich davor, große und damit nicht mehr zulässige Mengen in Zusatzkanistern mitzuführen. Denn wir sprechen auch von nicht mehr erlaubten Gefahrguttransporten“, sagte Roßkopf.

Zusätzlich zum Tankinhalt dürfen maximal 20 Liter Kraftstoff in einem fest verschlossenen Reservekanister straffrei über die Grenze nach Deutschland mitgenommen werden. Bei der Einfuhr von mehr als 20 Litern muss laut ADAC Mineralölsteuer entrichtet werden. Verstöße gegen die Freimenge können als Ordnungswidrigkeit oder als Steuerhinterziehung gewertet und mit Bußgeldern bedacht werden.