Wadephul fordert mehr Nato-Investitionen in Luftverteidigung

Wadephul fordert mehr Nato-Investitionen in Luftverteidigung

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die Nato-Länder aufgefordert, mehr in Luftverteidigung zu investieren. In der Nacht zu Freitag war in der rumänischen Stadt Galati eine Drohne in ein Wohnhaus eingeschlagen. Nach Angaben der Nato stammt sie aus Russland.

„Diese Drohne hätte vielleicht effektiver bekämpft werden können“, sagte Wadephul am Sonntag der ARD. Die Nato müsse klarmachen, dass es keine Kompromisse gebe, wenn es um die Verteidigung ihres Gebietes gehe.

Der CDU-Politiker wirbt derzeit in New York um Unterstützung für einen Sitz Deutschlands im UN-Sicherheitsrat. Die Bundesrepublik würde aus seiner Sicht von vielen als Vermittler nachgefragt. „Wir werden gesehen als jemand, der nicht unmittelbar wirtschaftliche Interessen vertritt, wenn er sich um andere Konflikte kümmert“, sagte er. Deutschland müsse eine stärkere internationale Rolle einnehmen. „Denn die Welt, die Weltgemeinschaft, ist in einer schwierigen Situation“, so Wadephul. Dass zum Beispiel fast alle afrikanischen Staaten Deutschlands Bewerbung unterstützen würden, zeige, welches Vertrauen man in der Region genießen würde.

Am Mittwoch findet in New York die Wahl der nichtständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates statt. Auf die beiden vakanten Sitze bewerben sich neben Deutschland auch Österreich und Portugal.