VW-Gewinn bricht im zweiten Quartal um ein Drittel ein

VW-Gewinn bricht im zweiten Quartal um ein Drittel ein

Der Volkswagen-Konzern hat im zweiten Quartal 2026 einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Das Konzernergebnis nach Steuern sank um 32,9 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro, wie der Autobauer am Freitag mitteilte. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Volkswagen noch 2,29 Milliarden Euro verdient, was bereits damals einen Rückgang von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellte.

Die Auslieferungen des Konzerns gingen um fast 9 Prozent auf 2,08 Millionen Fahrzeuge zurück. Besonders stark betroffen war der chinesische Markt, wo die Verkäufe um mehr als ein Drittel auf 424.300 Fahrzeuge sanken. In anderen Regionen entwickelten sich die Verkaufszahlen etwas positiver. Konzernchef Oliver Blume hatte bereits im Frühjahr auf die Herausforderungen durch Zölle, geopolitische Spannungen und zunehmende Konkurrenz hingewiesen und neue Sparmaßnahmen angekündigt. Diese umfassen Berichten zufolge die Prüfung von bis zu 100.000 Stellen weltweit und die Schließung von vier Werken in Deutschland.

Der Widerstand gegen die Sparpläne ist erheblich. Gewerkschaften, der Betriebsrat und das Land Niedersachsen, das 20 Prozent der Anteile an Volkswagen hält, äußerten Bedenken. Im Aufsichtsrat, in dem sie die Mehrheit stellen, wurden die Pläne zunächst abgelehnt. Volkswagen hatte bereits den Abbau von 50.000 Stellen bis 2030 angekündigt, von denen 35.000 bei der Kernmarke entfallen sollen.