Verdi ruft zu Warnstreiks an sechs deutschen Seehäfen auf

Verdi ruft zu Warnstreiks an sechs deutschen Seehäfen auf

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks an sechs deutschen Seehäfen aufgerufen. Betroffen sind die Standorte Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Emden und Brake, teilte die Gewerkschaft am Montag mit.

Die Arbeitsniederlegungen sollen am Montagabend ab Beginn der Nachtschicht für 24 Stunden stattfinden. Hintergrund ist die Tarifauseinandersetzung, in der Verdi eine Erhöhung der Stundenlöhne um 8,2 Prozent oder mindestens 2,50 Euro pro Stunde fordert.

Zuvor hatten die Beschäftigten das Angebot des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) mit großer Mehrheit abgelehnt. Der Arbeitgeberverband zeigte sich darüber verwundert und bot keinen neuen Verhandlungstermin an. Sylvi Krisch, Verhandlungsführerin von Verdi, erklärte, dass die Beschäftigten ein besseres Angebot verdient hätten, da sie die Infrastruktur der Häfen aufrechterhielten.

Verdi fordert eine Laufzeit von zwölf Monaten, während der ZDS zuletzt 5,1 Prozent mehr Lohn, 300 Euro mehr Urlaubsgeld und eine Erhöhung der A-Pauschale um 460 Euro bei einer Laufzeit von 19 Monaten angeboten hatte. Die lange Laufzeit und die geringe Erhöhung für untere Lohngruppen wurden von den Beschäftigten besonders kritisiert.