Jacob DeWitte, der Chef des US-Nuklearunternehmens Oklo, will seine neuartige Reaktortechnologie auch nach Deutschland bringen. „Ich würde liebend gerne einen Weg finden, entweder einen Teil dieser Technologie in das industrielle Ökosystem zu bringen oder Wege für Partnerschaften zu finden – oder sie sogar direkt einzuführen“, sagte er dem „Handelsblatt“.
Derzeit sieht er dafür jedoch keine realistische Chance. In Deutschland müsse erst „die Logik über die Angst siegen“, sagte DeWitte. Die deutschen Regierungen verfolgten eine „sehr regressive“ Energiepolitik, sagte er. Anders als viele Nachbarländer habe Deutschland einen „ideologischen Kurs“ gewählt und importiere nun Atomstrom aus dem Ausland.
Oklo entwickelt sogenannte Small Modular Reactors, die Energie aus Atommüll gewinnen. In den USA will das Unternehmen damit zunächst Rechenzentren für Künstliche Intelligenz versorgen. So hat DeWitte vor Kurzem eine entsprechende Partnerschaft mit dem Konzern Meta geschlossen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump fördert das Unternehmen und seine Technologie. Noch sind die Reaktoren jedoch noch nicht zugelassen. Experten bezweifeln mitunter, ob sie bereits sicher und zuverlässig betrieben werden können.



