Am Donnerstagmorgen hat der von der Vereinigung Cockpit (VC) angekündigte zweitägige Streik bei der Lufthansa begonnen. Bestreikt werden Flüge der Lufthansa Cargo sowie der Lufthansa Passage, die von deutschen Flughäfen starten. Am Donnerstag sind zudem Flüge der Lufthansa Cityline betroffen. Flüge aus und in die Krisenregion im Nahen Osten werden nicht bestreikt.
Die Gewerkschaft begründet die Arbeitskampfmaßnahmen mit gescheiterten Tarifverhandlungen über Vergütungsfragen bei der Lufthansa Cityline und über die betriebliche Altersversorgung der Piloten bei Lufthansa und Lufthansa Cargo. Bis 2017 erhielten Piloten eine klassische Betriebsrente mit garantierten Auszahlungen. Diese wurde auf Drängen des Arbeitgebers durch ein kapitalmarktfinanziertes Modell ersetzt, welches das frühere Versorgungsniveau deutlich verfehle, hieß es.
Die Auswirkungen des Streiks werden sich Unternehmensangaben zufolge aber aufgrund eines Sonderflugplans wohl eher in Grenzen halten. Mehr als 50 Prozent des gesamten Lufthansa-Flugprogramms sollen demnach trotz der Arbeitsniederlegungen stattfinden. Bei Langstreckenverbindungen liege der Anteil bei 60 Prozent, so der Konzern. Zusätzlich sollen zahlreiche Flüge von und nach Frankfurt und München von anderen Fluggesellschaften der Lufthansa Group sowie von Partnerairlines übernommen werden. Zudem werden an den Streiktagen größere Flugzeuge eingesetzt.



