Der schleswig-holsteinische FDP-Vize Helmer Krane bestätigt, dass er erst kurz vor der überraschenden Kampfkandidatur von Marie-Agnes Strack-Zimmermann für den Parteivorsitz als ihr Generalsekretär vorgesehen wurde. „Ich habe es am Freitag erfahren“, sagte Krane im Berlin Playbook Podcast von Politico. Die Kandidatur gegen den später gewählten Parteichef Wolfgang Kubicki sei „die richtige Entscheidung“ gewesen.
Krane verteidigte die überraschende Kampfkandidatur als Signal an unterschiedliche Strömungen der Partei. Die FDP werde nicht enger, sondern biete für „alle Liberalen von unterschiedlichen Strömungen“ ein Zuhause, sagte er. Der Wettbewerb habe vielen Mitgliedern gezeigt, sie seien „weiterhin da zu Hause“.
Zugleich begründete Krane die Kandidatur mit dem Rückzug des nordrhein-westfälischen FDP-Landeschefs Henning Höne. Der ursprünglich erwartete Wettbewerb sei „im Hinterzimmer“ beendet worden, sagte Krane. Erst danach habe sich die Notwendigkeit einer weiteren Kandidatur ergeben.
Nach dem Sieg Kubickis warb Krane für Geschlossenheit. „Einigkeit entsteht aus Diskussionen“, sagte er. Zwar wirkten die ersten Reaktionen nach dem Parteitag „nicht besonders vereinigend“, entscheidend sei nun die Zusammenarbeit „aller vereinten Kräfte“.
Zu möglichen Verstimmungen in seinem Heimatverband Schleswig-Holstein, aus dem sowohl er als auch Kubicki kommen, äußerte sich Krane gelassen. Es zeichne den Landesverband aus, dass er „starke profilierte Persönlichkeiten“ hervorbringe, die keine Angst hätten, ihre Meinung zu sagen.



