Nach der Kommunalwahl in Hessen drohen die Grünen ihre Vorrangstellung in der größten Stadt des Landes, Frankfurt am Main, zu verlieren. Nach Auszählung von über 70 Prozent der Stimmbezirke liegt die CDU mit rund 26 Prozent klar vorne, die Grünen kommen auf etwa 21 Prozent. Damit hätten die Parteien ihre Positionen im Vergleich zur letzten Wahl vor fünf Jahren wieder getauscht.
Dahinter folgt auf ähnlichem Niveau wie vor fünf Jahren die SPD mit rund 16 bis 17 Prozent. Ihr Ergebnis verdoppeln kann dagegen die AfD, die laut Zwischenstand bei etwa 10 Prozent landet. Die Linke liegt bei 9 Prozent und damit einen guten Punkt höher als vor fünf Jahren.
Die FDP verliert in Frankfurt am Main, von 7,6 Prozent im Jahr 2021 auf nun knapp fünf Prozent. Eine Fünf-Prozent-Hürde wie bei der Bundes- oder Landtagswahl gibt es bei den Kommunalwahlen in Hessen allerdings nicht.
Ein etwas anderes Bild zeigt sich in der zweitgrößten Stadt Hessens, in Wiesbaden: Auch hier liegt die CDU nach Auszählung fast aller Stimmbezirke mit etwa 26 bis 27 Prozent vorn, dahinter folgen allerdings SPD (rund 22 Prozent), Grüne (rund 15 Prozent) und AfD (rund 13 Prozent), sowie Linke (rund 7 Prozent) und FDP (rund 5 Prozent).
In Kassel können die Grünen ihre vor fünf Jahren errungene Spitzenposition womöglich halten, wenn auch äußerst knapp. Nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmbezirke liegen sie mit 22,4 Prozent knapp vor der CDU, die auf 21,8 Prozent kommt. Relativ knapp dahinter folgt die SPD mit 19,7 Prozent, die Linke kommt bei diesem Auszählungsstand auf 14,5 Prozent, die AfD auf 12,1 Prozent, die FDP auf 3,1 Prozent.



