DIHK warnt vor wachsenden wirtschaftlichen Risiken durch Iran-Krieg

DIHK warnt vor wachsenden wirtschaftlichen Risiken durch Iran-Krieg

DIHK-Präsident Peter Adrian hat sich besorgt über die wirtschaftlichen Risiken des Irankriegs und insbesondere den geringen Füllstand der deutschen Gasspeicher geäußert. „Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts sind für die deutschen Unternehmen noch nicht abschließend absehbar – aber die Risiken steigen spürbar“, sagte Adrian der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe).

„Während die Ölpreise an der Börse bislang vergleichsweise moderat reagieren, sehen wir bei den Gaspreisen bereits deutliche Ausschläge“, so der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Kurzfristig dürfte sich das für die meisten Betriebe und auch für private Haushalte nicht unmittelbar bemerkbar machen, weil Gaslieferungen an Endkunden überwiegend über langfristige Verträge abgesichert seien. „Hält die Krise jedoch an, werden Neuverträge deutlich teurer. Dann schlagen die Belastungen mit voller Wucht in der Wirtschaft durch“, sagte Adrian.

„Mit Sorge blicken wir zudem auf die anstehende Wiederbefüllung der weitgehend leeren Gasspeicher. Wenn dies nur zu erheblich höheren Kosten gelingt, drohen auch im kommenden Winter dauerhaft hohe Gaspreise. Das würde die Wettbewerbsfähigkeit vieler energieintensiver Betriebe weiter schwächen“, warnte der DIHK-Chef.

„Beim Öl zeigt sich die Entwicklung deutlich schneller: Steigende Weltmarktpreise kommen unmittelbar an der Tankstelle an“, so Adrian. Hier gebe es kurzfristig kaum Alternativen. „Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen – im Handwerk, im Handel oder in der Logistik – sind höhere Spritpreise eine direkte und kaum vermeidbare Belastung. Sie können diese zusätzlichen Kosten nur sehr eingeschränkt an ihre Kunden weitergeben. Das erhöht den Druck auf die Unternehmen.“