Die Zahl ungenutzter Handys und Smartphones in deutschen Haushalten ist weiter gesunken, bleibt aber auf einem hohen Niveau. Der IT-Branchenverband Bitkom teilte am Mittwoch mit, dass aktuell noch 167 Millionen Altgeräte in Schubladen liegen, während es im Vorjahr noch 195 Millionen waren.
Ende 2022 belief sich die Zahl noch auf 210 Millionen ungenutzte Handys und Smartphones, 2021 waren es rund 206 Millionen und 2020 rund 199 Millionen. Trotz des Rückgangs bewahren 86 Prozent der Deutschen mindestens ein ungenutztes Handy oder Smartphone zu Hause auf.
Der mit Abstand wichtigste Grund für die Aufbewahrung alter Geräte ist, dass viele sie womöglich noch einmal brauchen könnten: 48 Prozent geben dieses Argument für die Aufbewahrung an. 28 Prozent haben Sorgen, dass persönliche Daten auf dem Gerät in falsche Hände geraten könnten. 25 Prozent hängen emotional an den Geräten. 19 Prozent geben an, im Alltag keine Zeit für die Entsorgung oder Weitergabe zu finden. Und elf Prozent wissen nicht genau, wo und wie sie ein Altgerät abgeben können.
Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Unter-30-Jährige hängen überdurchschnittlich oft emotional an ihren alten Geräten (30 Prozent). Von den Über-65-Jährigen wissen vergleichsweise viele nicht wo sie die Geräte abgeben können (16 Prozent).
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage von Bitkom Research. Dazu wurden 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von der neunten bis zur zwölften Kalenderwoche 2026 statt.



