Der Dax ist am Freitagmorgen schwächer in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.865 Punkten berechnet, 0,3 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.
„An den Börsen in Asien nehmen die Anleger weiter Gewinne mit, nachdem sich mit den Zahlen von Broadcom am Mittwochabend etwas Ernüchterung in die euphorische Stimmung gemischt hat“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Wurde zuvor noch beinahe blind alles gekauft, was mit Künstlicher Intelligenz und Halbleitern zu tun hatte, wird jetzt erst einmal Kasse gemacht und auf die entsprechenden Fakten gewartet, die die hohen Bewertungen rechtfertigen können.“
Zudem löse sich die Situation im Nahen Osten zwischen den USA, Israel und dem Iran nur sehr schleppend auf. „Israel konnte zwar offiziell eine Waffenruhe mit dem Libanon verkünden, diese aber wurde von der Hisbollah abgelehnt. Auch die Situation im Iran bleibt unklar und die Nachrichtenlage ändert sich stündlich. Weiterhin hohe Ölpreise halten den Preisdruck aufrecht.“
„Heute Nachmittag stehen die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten auf der Agenda. Der Bericht dürfte nach den zuletzt gesehenen ADP-Daten und den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung von hohem Interesse nicht nur für die Anleger sein. In den kommenden beiden Wochen stehen die Sitzungen der Europäischen Zentralbank, der Federal Reserve und der Bank of England auf dem Plan, weshalb dieser Bericht entscheidend sein könnte, um die nächsten Zinsschritte einschätzen zu können. Für die europäischen Investoren gibt es heute noch die Daten zum Bruttoinlandsprodukt der Eurozone“, sagte Lipkow.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1630 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8598 Euro zu haben.
Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.465 US-Dollar gezahlt (-0,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 123,43 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 94,68 US-Dollar, das waren 35 Cent oder 0,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.



