Der Dax ist am Donnerstagmorgen mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 22.710 Punkten berechnet, und damit 1,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Brenntag, Henkel und Heidelberg Materials, am Ende Siemens Energy, die Porsche-Holding und Vonovia.
„Die Anleger zählen heute erneut die Stunden bis zum Ablauf des Ultimatums des US-Präsidenten“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Niemand könne derzeit mit Zuversicht sagen, wie gut die Verhandlungen laufen oder wie es um die Wahrscheinlichkeit eines Deals stehe. „Wo Unsicherheit herrscht, sind fallende Kurse an der Börse oft nicht weit.“
„Möglicherweise wird die US-Regierung das Ultimatum noch einmal verlängern, um diplomatische Gespräche mit dem Iran am Wochenende zu ermöglichen“, so Stanzl weiter. „Seit Kriegsbeginn beobachten wir jedoch ein klares Muster im Verhalten der Anleger: Unter der Woche wird gekauft, an Freitagen und Montagen wird verkauft.“ Dieses Muster könnte sich erneut zeigen. „Es ist erneut eher unwahrscheinlich, dass noch vor dem Wochenende größere Positionen aufgebaut werden.“
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1549 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8659 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen wieder: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 104,80 US-Dollar; das waren 2,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.



