Der Dax ist am Mittwoch nach einem verhalten freundlichen Start bis zum Mittag etwas weiter in den grünen Bereich vorgerückt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 25.085 Punkten berechnet, dies entspricht einem Plus von 0,4 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, die Commerzbank und Siemens, am Ende Beiersdorf, Fresenius und Volkswagen.
„Die Anleger in Frankfurt bleiben in der Sondierungsphase und nutzen die nachrichtenarme Zeit, um sich zu positionieren“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Wesentliche Einflussfaktoren seien heute die Unternehmenszahlen von Fresenius, Heidelberg Materials und Eon. „Die Daten zur deutschen Wirtschaftsentwicklung und der GfK-Konsumklimaindex wurden lediglich zur Kenntnis genommen.“
„Die Investoren agieren weiterhin sehr vorsichtig und kaufen zur Wochenmitte zur Abwechslung mal wieder die Aktien mit KI-Bezug, die vor ein paar Tagen noch auf der Verkaufsliste standen“, so Lipkow. „Siemens Energy und Siemens führen deshalb die Gewinnerliste im Dax 40 an. Abgeschlagen auf der Verliererseite notieren die Aktien von Fresenius und Heidelberg Materials, nachdem die vorgelegten Quartalszahlen lediglich im Rahmen der Erwartungen ausgefallen sind.“ Das reiche nicht mehr, um Anleger zu weiteren Käufen zu animieren.
„In den vergangenen Handelstagen sind einfach zu viele Themen auf die Investoren eingeprasselt und haben für Verunsicherung gesorgt“, sagte der Analyst. Die Liste der potenziellen Risiken sei nicht kleiner geworden. „Insbesondere die Strafzollthematik gilt als erneuter, nicht unerheblicher, Unsicherheitsfaktor. Auch die außenpolitische Situation zwischen den USA und dem Iran gilt weiterhin als hochbrisant.“ In diesem Umfeld sei es schon bemerkenswert, wie stabil sich der Dax über der Marke von 25.000 Punkten halten könne.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1772 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8495 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 71,07 US-Dollar; das waren 30 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.



