Die CSU will Deutschland zum Weltraumzentrum in Europa machen und dabei auf neue Technologien wie die Fertigung von Produkten im Weltraum setzen.
„Die nächste industrielle Revolution findet im Orbit statt. Wir wollen, dass die erste `Niere made in space` aus Deutschland heraus entwickelt wird“, heißt es in einem Positionspapier der CSU-Landesgruppe, über das der „Focus“ berichtet. Diese als „Space Manufacturing“ bekannte Technologie ermögliche „Innovationen, an denen die Erdschwerkraft bisher scheitert“.
„Gewebestrukturen und Blutgefäße können zum Beispiel durch 3D-Druck im All stabiler gedruckt werden“, heißt es in dem Positionspapier. „So wollen wir den Bedarf an Spenderorganen wie Herzen und Lebern senken und die Transplantationsmedizin revolutionieren.“ Das All könne zum „Treiber für lebensrettende Entwicklungen“ werden. Dafür will die CSU mehr Geld in Forschung und Entwicklung investieren sowie Raumstationen mit Laboren aufbauen.
Zudem brauche Deutschland einen „eigenen, souveränen Zugang zum Weltraum“. Bislang ist die Bundesrepublik bei Weltraummissionen auf externe Dienstleister und Partner angewiesen.
„Wir wollen Deutschland zum Top-Technologieland machen, das weltweit an der Spitze mitspielt“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann dem „Focus“. „Mit der Hightech Agenda investieren wir massiv in Schlüsseltechnologien wie KI, Quantencomputing, Mikroelektronik und Biotechnologie.“ Ein weiterer Schwerpunkt sei die Raumfahrt, denn Technologien wie Space Manufacturing ermöglichten Innovationen, an denen die Erdschwerkraft bisher scheitere.
Um Innovationen aus Deutschland zu fördern, will die CSU außerdem die Forschungsbürokratie abbauen, Antragsprozesse digitalisieren und Förderungen vereinfachen. „Innovationen haben Vorfahrt“, heißt es in dem Positionspapier der CSU-Landesgruppe. Den Pharmastandort will die CSU im Bundestag mit einer Nationalen Biobank stärken, die als übergeordnete Plattform der deutschen Biobanken fungieren soll.



