Der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat die Kürzungspläne von Bundesfinanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil beim Wohngeld scharf kritisiert. „Das halte ich für den absolut falschen Ansatz und würde dringend dazu raten, das zu stoppen“, sagte Krach der „Welt“ (Freitagausgabe).
Wer jetzt über Kürzungen beim Wohngeld diskutiere, werde wirklich nur die Leute mit niedrigen Einkommen treffen. Das gesamte Land sei doch schon verunsichert. „Und genau in dieser Phase kommt dann die Bundesregierung, die angetreten ist, die AfD zu halbieren, mit solchen Vorschlägen. Das ist aus meiner Sicht eine Steilvorlage für die AfD“, kritisierte Krach.
Es benötige Initiativen auf dem Mietmarkt, so der SPD-Politiker. „Wir müssen weiter mehr bauen – 20.000 Wohnungen pro Jahr, insgesamt 100.000 in der nächsten Legislaturperiode“, sagte er. „Und ja, wir brauchen auch einen Mietendeckel auf Zeit.“
Auch zu möglichen Koalitionen äußerte sich Krach. „Zum jetzigen Zeitpunkt schließe ich in Berlin nur eine Koalition mit der AfD aus.“ Die Berliner Linke beobachte er genau. „Ich habe klar rote Linien aufgezogen. Es wird keine Antisemiten im Senat geben“, sagte Krach. Den amtierenden Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) nannte er „mit Abstand den schlechtesten Regierenden Bürgermeister seit der Wende“.



