Weidel und Chrupalla bleiben AfD-Vorsitzende

Weidel und Chrupalla bleiben AfD-Vorsitzende

Tino Chrupalla und Alice Weidel nach ihrer Wahl am 04.07.2026Alice Weidel und Tino Chrupalla bleiben die Vorsitzenden der AfD. Auf dem Parteitag in Erfurt wurde Weidel nach Parteiangaben mit 81,3 Prozent im Amt bestätigt, Chrupalla mit 70,1 Prozent.

Damit hat Weidel im Vergleich zur letzten Vorstandswahl in Essen vor zwei Jahren minimal an Zustimmung gewonnen, während Chrupalla Stimmen verlor. Weidel war 2024 auf rund 80 Prozent, Chrupalla auf 83 Prozent gekommen. Auch damals hatten sie jeweils keine Gegenkandidaten.

Die Parteiführung hatte im Vorfeld versucht, auf dem Parteitag für so wenig Streitpotenzial wie möglich zu sorgen. Deshalb wurde der Fokus auch fast vollständig auf die Wahlen für verschiedene Gremien gelegt. Der einzige potenziell große Streitpunkt wurde direkt zu Beginn abgeräumt: Ein Antrag zur Überarbeitung der Unvereinbarkeitsliste der Partei, der unter anderem vom Thüringer AfD-Chef Björn Höcke unterstützt wurde, wird mit Zustimmung der Antragssteller doch nicht zur Abstimmung gestellt. Stattdessen soll sich der neugewählte Vorstand des Themas annehmen.

Grundsätzlich will die Partei sich mit dem Parteitag in Erfurt mit Blick auf eine mögliche Regierungsverantwortung im Osten nach den Wahlen im Herbst positionieren. So sagte Weidel am Samstag vor ihrer Wahl, dass die AfD „die neue Volkspartei in Deutschland“ sei. Die Zahl der AfD-Mitglieder sei binnen drei Jahren von 30.000 auf 75.000 gestiegen. Man werde zudem „bald und sehr schnell die 100.000 knacken“, prognostizierte Weidel. Man sei bereit, Verantwortung zu übernehmen.