Volkswagen startet im Streit um die Sparpläne von Konzernchef Oliver Blume einen womöglich letzten Versuch, einen Eklat auf der bevorstehenden Aufsichtsratssitzung abzuwenden.
Nachdem in den geplanten Verhandlungsterminen am Montag und Dienstag Vertreter des Volkswagen-Konzerns, des Landes Niedersachsen und der Arbeitnehmer keinen Kompromiss finden konnten, ruft Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch am Mittwochabend noch einmal alle Fraktionen zu einem ungeplanten Termin zusammen, berichten Insider dem „Handelsblatt“.
Am Abend trifft sich Pötsch zunächst mit den Vorständen des Volkswagen-Konzerns. Anschließend wolle der Aufsichtsratsvorsitzende das Gespräch mit dem Land Niedersachsen und den Arbeitnehmern suchen, berichten mit den Vorgängen vertraute Personen.
Am Freitag tagt der Aufsichtsrat von Europas größtem Autobauer. Dabei soll das Gremium über ein Sparpaket von Blume abstimmen. Nach den gescheiterten Verhandlungen im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung gilt eine Ablehnung des Sparpakets als sicher.
Sollte der Rettungsversuch von Pötsch scheitern und der Aufsichtsrat am Freitag das Sparpaket ablehnen, bereitet das Team um Blume eine außerordentliche Hauptversammlung vor, um die Aktionäre darüber abstimmen zu lassen. Die Arbeitnehmer planen juristische Schritte, wenn eine Mehrheit der Aktionäre in einer solchen Versammlung für Blumes Sparpaket stimmen sollte.



