Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat seinen Rücktritt angekündigt.
„Ich werde den Bundeskanzler bitten, dem Bundespräsidenten vorzuschlagen, mich aus dem Amt des Bundesministers für Verkehr zu entlassen“, teilte Schnieder am Sonntag mit. Mit diesem Schritt ziehe er „die Konsequenzen aus den Entwicklungen der vergangenen Tage“ und wolle zugleich den „unwürdigen Zustand“ beenden, der die „notwendige sachliche Arbeit unmöglich“ mache.
Im „Interesse des Landes und eines handlungsfähigen Ministeriums“ sei eine „schnelle und klare Nachfolgelösung zwingend notwendig“, so Schnieder weiter. Er danke allen Mitarbeitern des Hauses sowie „den Partnern in Bund, Ländern und Kommunen für die gute Zusammenarbeit“.
Schnieders Rücktritt erfolgt, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Schnieder mitgeteilt hatte, dass er ihn entlassen wolle, jedoch anschließend eine Absage von seinem favorisierten Nachfolger Fritz Güntzler (CDU) erhielt. Merz wollte die Personalentscheidung, über die bereits berichtet worden war, eigentlich am Freitag zusammen mit weiteren Kabinettsumbildungen offiziell verkünden. Die ungeklärte Nachfolge verhinderte das aber. Innerhalb der CDU sorgte der Vorgang für heftige Kritik.



