Der verstaatlichte Gasimporteur Uniper treibt seine Pläne für eine Reprivatisierung voran. In wenigen Wochen plant Uniper einen Kapitalmarkttag, um Interessenten für einen möglichen Börsengang über das Unternehmen zu informieren, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf mehrere Insider. Das Unternehmen bestätigte die Information demnach auf Anfrage.
Der Kapitalmarkttag soll am 16. November in London stattfinden. Einladungen an Investoren hat Uniper nach eigenen Angaben am Mittwochmittag versandt. Parallel zu einem möglichen Börsengang bereitet das Bundesfinanzministerium auch weiterhin einen möglichen Verkauf einzelner Unternehmensanteile an Einzelinvestoren oder Konsortien vor.
Auch bei Sefe, einem zweiten Gasimporteur, den der Bund im Zuge des Ukraine-Kriegs verstaatlicht hat, läuft jetzt ein Reprivatisierungsprozess an. Ebenso wie bei Uniper muss der Staat bei Sefe bis 2028 rund 75 Prozent seiner Anteile verkaufen.
Das Bundeswirtschaftsministerium sehe sich nach strategischen Investoren um, die das Unternehmen und die Energieversorgung für Deutschland und Europa voranbringen könnten, hieß es. Und es sei „sehr wohl möglich“, dass der Staat am Ende einen Anteil am Unternehmen „mit entsprechenden Rechten“ behalte.



