Standortfreigabe in Beziehungen: Jeder Siebte teilt dauerhaft

Standortfreigabe in Beziehungen: Jeder Siebte teilt dauerhaft

In Deutschland hat jeder siebte Internetnutzer (14 Prozent) in einer Beziehung bereits dauerhaft seinen Standort mit dem Partner geteilt. Weitere 23 Prozent können sich vorstellen, dies künftig zu tun, wie eine Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom ergab. Für gut die Hälfte kommt das allerdings nicht infrage: 54 Prozent sagen, sie können sich dauerhaftes Standort-Teilen in einer Beziehung nicht vorstellen.

Besonders verbreitet ist das Teilen des Live-Standorts unter Jüngeren: In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen hat fast jeder Vierte den Standort in einer Beziehung bereits dauerhaft freigegeben (23 Prozent), weitere 35 Prozent können es sich künftig vorstellen. Bei den 30- bis 49-Jährigen haben 17 Prozent ihren Standort schon einmal dauerhaft geteilt, bei den 50- bis 59-Jährigen 13 Prozent und bei den über 60-Jährigen sechs Prozent. Zwischen Männern und Frauen gibt es kaum Unterschiede: 14 Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen haben ihren Standort bereits dauerhaft mit Partner oder Partnerin geteilt.

Die Umfrage zeigt, dass 55 Prozent derjenigen, die ihren Standort teilen, dies aus Sicherheitsgründen tun, etwa unterwegs oder nachts. 49 Prozent sagen, sie hätten nichts zu verbergen. Für 47 Prozent ist das Standortteilen schlicht praktisch. 28 Prozent empfinden es als normal in ihrer Beziehung, 26 Prozent verbinden damit ein Gefühl von Nähe oder Verbundenheit. 23 Prozent finden, es sollte grundsätzlich normal in einer Beziehung sein. Deutlich seltener werden Erwartungsdruck oder Misstrauen genannt: Zehn Prozent teilen den Standort, damit der Partner dies ebenfalls tut, neun Prozent, weil der Partner es erwartet. Sechs Prozent geben an, Sorge zu haben, sonst Misstrauen auszulösen.