Das Raumfahrtunternehmen SpaceX ist nach seinem Börsengang am Freitag für zunächst gut 150 US-Dollar im freien Börsenverkehr gehandelt worden. Es dauerte allerdings über zwei Stunden, bis der Handel mit der Aktie aufgenommen wurde, danach ging es binnen Sekunden hoch auf rund 163 US-Dollar.
In Deutschland waren Anteilsscheine auf der Plattform Tradegate unmittelbar nach Handelsbeginn in den USA um 17:47 Uhr deutscher Zeit zunächst für 131,88 Euro pro Stück zu haben, kurz darauf ging es ebenfalls auf 141 Euro rauf – ein Aufschlag von gut 20 Prozent zum Ausgabekurs.
Vor dem traditionellen Läuten der Eröffnungsglocke hatte SpaceX-Gründer Elon Musk gesagt, das Unternehmen werde Menschen zum Mars bringen. Neben visionären Raumfahrtprojekten betreibt SpaceX auch schon das eingeführte Satelliten-Internet-System Starlink und engagiert sich im Bereich sogenannter „Künstlicher Intelligenz“. Gewinne wirft das Unternehmen bislang allerdings unterm Strich nicht ab, auch wenn neue Deals zur Untervermietung von Rechenleistung in den nächsten Jahren zusätzliche Milliarden in die Kasse spülen werden.
Mit dem Börsengang am Freitag wurden zunächst 555 Millionen Aktien zum Startpreis von 135 US-Dollar ausgegeben. Wegen der hohen Nachfrage hatten Emissionsbanken aber eine Option, bis zu 83 Millionen zusätzliche Wertpapiere zu erwerben – damit hätte der SpaceX-Börsengang insgesamt 86 Milliarden US-Dollar bewegt. In jedem Fall handelt es sich um den bislang größten Börsengang aller Zeiten, angesichts der hochgerechneten Bewertung des Unternehmens von knapp 1,8 Billionen Dollar auf Basis des Ausgabekurses ist Elon Musk auf dem Papier der erste Billionär der Welt.
In Deutschland boten Banken auch Privatanlegern an, im Vorfeld Aktien von SpaceX zu zeichnen. Im Fall von Trade Republic berichteten Anleger davon, etwa 13 Prozent der beantragten Anzahl zugeteilt bekommen zu haben – mutmaßlich war die Aktie auch hier vielfach überzeichnet.



