Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) will nach dem schwachen Abschneiden deutscher Schüler bei der neuesten Pisa-Studie das Bildungsmonitoring verbessern.
„Das Bildungsmonitoring erfüllt seinen Zweck in Deutschland noch nicht hinreichend“, sagte sie am Dienstag der dts Nachrichtenagentur. In Berlin spreche man jetzt über Pisa Deutschland – was das beispielsweise genau für Bayern oder für Nordrhein-Westfalen bedeute, könne man aber nicht sagen. In den einzelnen Ländern seien viele nötige Schritte „längst auf einem guten Weg“, in anderen aber weniger. „Und deshalb müssen wir da auch sehr viel genauer hingucken und deshalb muss ein Bildungsmonitoring das auch abbilden.“ Dazu gehöre auch, dass man die einzelnen Phasen der datengestützten Unterrichtsentwicklung für alle Jahrgänge erfasse.
Mit Blick auf die parallel startende Haushaltswoche im Bundestag sagte Prien unterdessen, dass man die „massiv angespannte“ Haushaltssituation in Bund, Ländern und Kommunen nicht einfach wegdiskutieren könne. In ihrem Haushalt sei aber sehr wohl ein Aufwuchs im Bildungsbereich zu verzeichnen.
„Ich habe durchaus gegen Widerstand und mit viel Überzeugungskraft etwa den Digitalpakt noch im Haushalt aus dem Sondervermögen finanzieren können“, so Prien. Auch das Gesetz zur Startchancen- und Qualitätsentwicklung in der Kita sei auf den Weg gebracht worden, mit zusätzlichen Haushaltsmitteln im nächsten Jahr von 1,5 Milliarden Euro. „Und wir haben einiges an Mitteln zusätzlich zur Verfügung gestellt, um mit den Ländern gemeinsam den Roadmap-Prozess auch mit konkreten Maßnahmen unterlegen zu können“, sagte die Ministerin.



