Die Labour-Partei in Malta hat sich bei den Parlamentswahlen am Wochenende wohl eine historische vierte Amtszeit in Folge gesichert. Das geht aus Hochrechnungen hervor, die am Sonntag veröffentlicht wurden.
Der amtierende Premierminister Robert Abela konnte demnach einen weiteren Wahlsieg für sich verbuchen, da die Labour-Partei einen komfortablen Vorsprung hat. Die Partei dürfte demnach ihre Machtposition behauptet haben.
Abela und seine Partei hatten angekündigt, auf wirtschaftliche Stabilität setzen zu wollen, nachdem Malta im vergangenen Jahr mit einem Wachstum von vier Prozent das schnellste BIP-Wachstum in der EU verzeichnete. Die Inflation in Malta ist sehr niedrig, und es gibt kaum Arbeitslosigkeit. Abela hatte die vorgezogenen Wahlen kurzfristig angekündigt. Er hatte dies mit den aktuellen geopolitischen Spannungen begründet, weshalb seine Regierung ein Jahr früher ein neues Mandat benötige.
Der Premierminister ist seit 2020 im Amt und damit auch zugleich Vorsitzender der sozialdemokratischen Regierungspartei. Die oppositionelle Nationalistische Partei hatte Abela mit der vorgezogenen Wahl auf dem falschen Fuß erwischt. Eine Wechselstimmung gab es im Vorfeld nicht.



