Hauseigentümerverband beklagt widersprüchliche Wohnungspolitik

Hauseigentümerverband beklagt widersprüchliche Wohnungspolitik

Trotz der gestiegenen Baugenehmigungen sieht der Hauseigentümerverband Haus & Grund keine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt.

„Die Bauministerin überhöht die Erholung von einem historischen Tiefstand als Comeback des Wohnungsbaus“, sagte Verbandspräsident Kai Warnecke der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). „Tatsächlich wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 31 Prozent weniger Wohnungen genehmigt als im gleichen Zeitraum 2016.“

Warnecke sagte weiter: „Eine genehmigte Wohnung ist noch lange keine gebaute Wohnung. Denn was Bundesbauministerin Hubertz heute als Wohnungsbau-Comeback feiert, droht die Bundesjustizministerin mit ihren Mietrechtsregulierungsplänen morgen gleich wieder einzureißen.“ Er fügte hinzu: „Das ist widersprüchliche und schädliche Wohnungspolitik.“

Auch eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft sei nicht hilfreich. Der Staat müsse nicht selbst zum Bauherrn werden, sondern den vielen privaten Eigentümern das Bauen und Vermieten wieder ermöglichen, sagte Warnecke.

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Deutschland ist im ersten Halbjahr so stark gestiegen wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr.