Fast jeder fünfte Bus fällt durch Hauptuntersuchung

Fast jeder fünfte Bus fällt durch Hauptuntersuchung

Der sicherheitstechnische Zustand von Reise- und Linienbussen in Deutschland hat sich zuletzt deutlich verschlechtert.

Wie der TÜV-Verband am Donnerstag mitteilte, ist in den Jahren 2024 und 2025 fast jeder fünfte geprüfte Bus (19,2 Prozent) mit „erheblichen“ oder „gefährlichen“ Mängeln bei der Hauptuntersuchung durchgefallen. Dies stellt einen Anstieg der Mängelquote um 5,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Bus-Report 2024 dar. Weitere 11,0 Prozent sind mit „geringen Mängeln“ beanstandet worden (+0,5 Punkte). Besonders jüngere Fahrzeuge schneiden schlechter ab, da bereits ein Jahr nach der Neuzulassung jeder zehnte Bus beanstandet wird.

Die Mängelquoten steigen mit dem Alter der Fahrzeuge an. Bei fünf Jahre alten Bussen wurden 21 Prozent mit erheblichen oder gefährlichen Mängeln beanstandet, bei 15 Jahre alten Fahrzeugen waren es 24,1 Prozent. Das Durchschnittsalter der Busse liegt bei 8,3 Jahren. Der Bestand an Bussen in Deutschland erreichte zum 1. Januar 2026 mit rund 87.500 Fahrzeugen einen historischen Höchststand. Der Nahverkehr mit Bussen hat im Jahr 2025 erstmals wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht, während der Fernverkehr weiterhin darunter liegt.

Technische Mängel wie Ölverlust, Beleuchtungsmängel und defekte Bremsen sind häufige Probleme, die bei Unfällen eine Rolle spielen können. Richard Goebelt vom TÜV-Verband hob die Notwendigkeit hervor, dass Busunternehmen verstärkt in die Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge investieren. Moderne Busse erforderten zudem angepasste Prüfverfahren, um sicherheitsrelevante Fehlfunktionen und Manipulationen zuverlässig zu erkennen.