Der Dax ist am Montag nach einem verhaltenen Start in den Handelstag bis zum Mittag leicht in den grünen Bereich vorgerückt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 26.160 Punkten berechnet, 0,1 Prozent über dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten Brenntag, Daimler Truck und BASF, am Ende Volkswagen, BMW und Scout24.
„Die Investoren bleiben vor den anstehenden Nvidia-Zahlen, den PCE-Deflator-Daten und dem Notenbankertreffen in Jackson Hole an den Seitenlinien“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Das Risiko, entweder auf dem falschen Fuß erwischt zu werden oder aber bei weiter steigenden Kursen Rendite zu verpassen, ist zu hoch. Dann warten sie lieber die Ereignisse ab und positionieren sich je nach Ausgang des Events neu.“
Die Skepsis in Bezug auf die hohen Investitionen der KI-Unternehmen in die Infrastruktur sorge in Kombination mit den hohen Anleiherenditen ebenfalls für Kaufzurückhaltung, fügte Lipkow hinzu. „Zudem führt die aktuelle Dollar-Schwäche zu relativ schwächeren Gewinnen der ausländischen Investoren in US-Aktien über die jeweiligen Wechselkurse. Ein länger anhaltender Abwärtstrend des Greenbacks könnte US-Anlagen mittel- bis langfristig unattraktiver machen.“
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1666 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8572 Euro zu haben.
Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 92,82 US-Dollar; das waren 1,57 Dollar oder 1,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.



