Die Bundesregierung macht eine geplante Millionen-Förderung für das Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit Cispa im Saarland auch vom Ausgang einer laufenden Sonderprüfung abhängig.
Das berichtet das „Handelsblatt“. Eine Sprecherin des Bundesforschungsministeriums sagte demnach: „Selbstverständlich fließen auch die Ergebnisse der laufenden Sonderermittlung in die Entscheidungsfindung ein.“
Die Untersuchung war eingeleitet worden, nachdem umstrittene Forschungskooperationen des Cispa mit chinesischen Hochschulen bekannt geworden waren. Sie soll mögliche Versäumnisse bei der Forschungssicherheit aufklären.
Eine Entscheidung über den Förderaufwuchs ist ohnehin noch nicht gefallen – und steht nach Angaben des Ministeriums auch nicht unmittelbar bevor. „Die finale Entscheidung über einen Aufwuchs steht jetzt noch nicht an, sondern wird erst in zwei Jahren beschlossen“, sagte die Sprecherin. Der Aufwuchs sei dem Cispa bislang nicht förmlich bewilligt, sondern lediglich als Planung in Aussicht gestellt worden.
Als Voraussetzungen für eine Förderung nennt das Ministerium die vollständige Integration des Zentrums in die programmorientierten Förderstrukturen der Helmholtz-Gemeinschaft, eine positive Evaluation sowie eine Weiterentwicklung der Organisation, die der angestrebten Größe des Zentrums entspricht.



