Der Bremer Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) spricht sich für eine Steuer auf Superreiche aus.
Er halte es für richtig, dass den Menschen angesichts der geopolitischen Krisen etwas zugemutet werden müsse, sagte Bovenschulte der „Zeit“. „Aber wenn wir von Zumutungen reden, warum dann nur bei der einen Seite? Was ist mit den 5.000 Menschen, denen ein Viertel des Finanzvermögens in unserem Land gehört? Man kann doch nicht sagen: Bei denen kann alles so bleiben, wie es ist.“
Die Forderung ist brisant, weil sich Union und SPD auf eine Steuerreform geeinigt haben, die unter anderem einen höheren Reichensteuersatz vorsieht. Eine Vermögensteuer ist aber nicht vorgesehen.
Nach den Vorstellungen Bovenschultes sollte die Steuer für die etwa 5.000 Deutschen gelten, die nach einer aktuellen Studie der Boston Consulting Group ein Finanzvermögen von mehr als 100 Millionen Dollar kontrollieren. „Was spricht dagegen, diese Vermögenswerte etwa mit einer Steuer von jährlich einem Prozent zu belegen?“



