Die Berliner Linke will nach ihrem Sieg bei der Abgeordnetenhauswahl ohne rote Linien in die anstehenden Sondierungen mit SPD und Grünen gehen. Ihr gehe es stattdessen darum, ihre Inhalte, die auch die Inhalte der Berliner seien, umzusetzen, sagte Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp am Montag in Berlin der dts Nachrichtenagentur.
„Ich habe immer gesagt, die Mietenkrise steht im Zentrum der Politik und wir müssen diese Mietenkrise anpacken.“ Dazu gehörten sowohl kurzfristige als auch langfristige Maßnahmen. „Eine davon ist auch die Vergesellschaftung, aber es geht auch um den Bereich Soziales.“ Unter anderem wolle sie stärker auf Sozialarbeit setzen, damit Kinder und Jugendliche „ein gutes Leben haben“.
„Das sind für mich ganz wesentliche Bedingungen für dieses gemeinsame Projekt“, so Eralp. „Es geht um eine gemeinsame Vision, die wir in der Regierung aufsetzen müssen, und diese gemeinsame Vision heißt: ein bezahlbares Berlin, in dem alle Menschen ein gutes Leben in Würde haben können.“
Ein alternatives CDU-geführtes Bündnis mit SPD und Grünen fürchtet Eralp unterdessen offenbar nicht. Auch diese beiden Parteien hätten gesehen, dass die Mietenkrise eines der größten oder das größte Problem in der Stadt sei, und hätten das auch im Wahlkampf sehr stark gemacht, sagte sie. „Ich glaube, wir haben sehr viele Schnittmengen bei den sozialen Themen, bei den Themen der Zukunft.“ Sie sei davon überzeugt, dass, wenn SPD und Grüne ihre eigenen Inhalte ernst nehmen, sie diese nur mit der Linken umsetzen können und „ganz sicherlich nicht“ mit der CDU.



