Bartsch distanziert sich von umstrittenem Instagram-Video

Bartsch distanziert sich von umstrittenem Instagram-Video

Der Linken-Politiker Dietmar Bartsch hat sich deutlich von einem umstrittenen Instagram-Video der Linken-Bundestagsabgeordneten Cansin Köktürk distanziert. „Ich sage ganz klar und eindeutig, Antisemitismus hat keinen Platz in der Linken, Punkt aus“, sagte Bartsch dem Fernsehsender „Welt“.

Köktürk hatte in einem auf Instagram veröffentlichten Video unter anderem den israelischen Staat als „genocidal apartheid state“ bezeichnet und gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, US-Präsident Donald Trump sowie Medien und Andersdenkende polemisiert. In dem englischsprachigen Video sagte sie unter anderem: „fuck the mainstream media and anyone who disagrees with us“.

Bartsch sagte, er habe das Video zur Kenntnis genommen und teile die darin enthaltenen Aussagen nicht. Er habe auch mit seiner Fraktionskollegin darüber nicht reden können und man werde gegebenenfalls in der Fraktionssitzung darüber sprechen.

Zugleich wandte sich Bartsch gegen eine Gleichsetzung der Linken mit der AfD wegen des teilweise aggressiven Tons. Auf die Frage, ob eine solche Sprache inzwischen zum politischen Umgang gehöre, antwortete er, das sei nicht der Umgang in der Politik. Er wehre sich aber gegen jede Gleichsetzung von AfD und Linker. Es sei nicht seine Wortwahl. Er teile das nicht. Er finde derartige Videos auch falsch.

Bartsch ließ offen, welche konkreten Konsequenzen die Äußerungen für Köktürk haben könnten. „Das werden wir am morgigen Tag in der Fraktionssitzung bereden“, sagte er. Zugleich verwies er auf ihr Mandat: „Sie ist gewählte Abgeordnete und das wird sie bis zum Ende der Legislatur bleiben.“