Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August 2026 um 36.000 gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Gegenüber dem Vormonat legte sie um 54.000 auf 3,061 Millionen zu, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Freitag mit. Saisonbereinigt hat sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 4.000 Personen erhöht, die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent.
„Auch im August zeigt sich am Arbeitsmarkt jenseits des saisonüblichen Musters wenig Dynamik. Damit setzt sich die verhaltene Entwicklung der vergangenen Monate fort“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, am Freitag in Nürnberg.
Die sogenannte „Unterbeschäftigung“ berücksichtigt neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im August gegenüber dem Vormonat um 3.000 gesunken. Mit 3.674.000 war sie um 33.000 höher als vor einem Jahr.
Die Arbeitskräftenachfrage bleibt weiter schwach. Im August waren 656.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 25.000 mehr als vor einem Jahr. Der BA- Stellenindex (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – blieb im August 2026 unverändert bei 103 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt der BA-X um vier Punkte höher aus.
1,133 Millionen Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im August 2026 Arbeitslosengeld, 109.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Grundsicherungsberechtigten belief sich hochgerechnet im August auf 3.754.000. Gegenüber August 2025 war dies ein Rückgang um 116.000 Personen. 6,9 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.



